Politik heißt für mich, die Dinge im positiven Sinne zum Wohle meiner Mitmenschen zu gestalten. Schon in frühen Jahren weckte dieser Gedanke mein Interesse. Dieses Interesse entstand dabei vor allem mit Blick in die Vergangenheit, da ich mit Brandenburg und ferner Berlin in zwei geschichtlich sehr eng verwobenen Regionen aufgewachsen bin.
In der Schulzeit kam der Wunsch auf, mich auch künftig mit Politik beschäftigen zu wollen. Daher habe ich an der Universität Rostock Politikwissenschaft und Geschichte studiert. Zwar ist die Vergangenheit interessant und manchmal sicherlich hilfreich mit Blick auf aktuelle Herausforderungen, doch an der Universität ist man teilweise auch sehr weit weg von der aktuellen Realität.
Das wurde deutlich, als ich 2013 im Zuge eines Praktikums unseren ehemaligen Bundestagsabgeordneten Karl-Heinz Brunner unterstützte. Die Möglichkeit, aktiv mitmachen zu können, brachte mich dazu, im selben Jahr der SPD beizutreten. Als ich 2017 nach Senden zog, hatte ich die Chance, dieses Engagement fortzuführen – insbesondere seit ich 2020 zum Ortsvereinsvorsitzenden gewählt wurde.
Besonders hilfreich war jedoch mein beruflicher Wechsel weg von der Wissenschaft hin zur freien Wirtschaft. Denn als verantwortlicher Teamleiter und Betriebsrat habe ich die Möglichkeit, viel näher an den Menschen und ihren Problemen dran zu sein. So kann ich bis heute Stimme der Beschäftigten sein, deren Fragen, Probleme und Forderungen aufnehmen und versuchen, das bestmögliche Ergebnis für sie zu erzielen. Andererseits hat mir diese Betriebsratserfahrung auch die notwendigen handwerklichen Fähigkeiten gegeben, die es zum Umsetzen politischer Ziele braucht: Kompromissfähigkeit auf der einen, harte Verhandlungsbereitschaft zum Durchsetzen gesteckter Ziele auf der anderen Seite.
Auch ein Bürgermeister ist angehalten, nicht einfach durchregieren zu können. Es braucht die Fähigkeit, Unterschiede einerseits klar zu benennen und andererseits aufeinander zuzugehen und gute Kompromisse auszuloten – besonders, wenn die Fronten verhärtet sind. Ebenso braucht es das nötige Feingefühl und Gehör, um auch auf Einzelne zuzugehen, dabei aber stets den Weitblick zu behalten, um nie das Allgemeinwohl aus den Augen zu verlieren.
Diese Fähigkeiten liegen mir besonders. Nachdem ich sie bereits zum Wohle der etwa 200 Kolleginnen und Kollegen bei meinem jetzigen Arbeitgeber einsetzen konnte, möchte ich dasselbe nun in einem größeren Rahmen fortführen: für die Bürgerinnen und Bürger – für Senden.