Ich bin am 17. Dezember 1991 in der alten Garnisonsstadt Neuruppin in Brandenburg geboren. In Strubensee, einem kleinen Einhundert-Seelen-Dorf in der Nähe, bin ich aufgewachsen.
Heute führt meine Familie einen eigenen Alpakahof mit 70 Tieren und 30 Hektar Land. Ich schätze das Landleben sehr, doch mir war früh klar, dass ich meine Zukunft nicht in der Landwirtschaft sah.
Die Nähe zu historischen Orten, der Hauptstadt Berlin und die eigene Familiengeschichte (drei meiner Großeltern waren Kriegsflüchtlinge aus Ostpreußen und Schlesien) weckten früh mein Interesse an Geschichte und Politik.
2011 begann ich daher in Rostock mein Studium der Politikwissenschaft und Geschichte. Zur selben Zeit lernte ich meine Frau Katharina kennen, die hier in Senden aufgewachsen ist. Für sie kam ich ab 2012 regelmäßig in unsere Stadt, wann immer es mein Studium erlaubte.
Nach meinem erfolgreichen Abschluss 2017 entschloss ich mich dann, mit Katharina hier in Senden eine gemeinsame Zukunft aufzubauen. So wurde aus ihrer Heimatstadt auch meine neue Heimat.
Zwar fühle ich mich der Wissenschaft nach wie vor eng verbunden, doch beruflich wollte ich einen neuen Weg einschlagen. Heute leite ich als Teamleiter eine etwa zehnköpfige Abteilung im Zentrallager eines großen Bergsportartikelherstellers in der Nähe von Memmingen. Dort vertrete ich als Betriebsrat die Interessen der etwa 200 Kolleginnen und Kollegen am deutschen Standort. Ich habe also auch in meinem jetzigen Beruf bereits die Gelegenheit, mich für die Belange anderer Menschen einzusetzen.
Meine Freizeit verbringe ich am liebsten gemeinsam mit Familie und Freunden. Doch man findet mich auch regelmäßig an den Seen und Flüssen unserer Region. Als leidenschaftlicher Angler hat es mir die Donau besonders angetan.
Da mir die Familie besonders wichtig ist, verbringen meine Frau und ich unseren gemeinsamen Urlaub meist auf dem familiären Hof in Brandenburg. So haben trotz der Distanz alle etwas von uns. Hin und wieder zieht es uns aber auch nach Japan – ein beeindruckendes Land, für das wir eine besondere Faszination teilen.
Durch meinen Lebensweg habe ich viele Facetten kennengelernt: von Ost nach West, vom Land in die Stadt. Erfahrungen, die ich nicht missen möchte und die mir – mit Blick auf meine Kandidatur – gezeigt haben, wie unterschiedlich die Wünsche und Vorstellungen der Menschen sein können.